Royalties verstehen
„Royalties“ ist ein Sammelbegriff. Dahinter stecken verschiedene Geldströme – je nachdem, welches Recht genutzt wird und wem es gehört.
Zwei Rechte, zwei Geldströme
Für jede Nutzung eines Songs fallen meist zwei Arten von Einnahmen an: für die Aufnahme und für das Werk. Die Aufnahme-Einnahmen gehen an den Master-Inhaber, oft ein Label oder dich selbst. Die Werk-Einnahmen gehen an Urheber:innen und Verlage, häufig über Verwertungsgesellschaften.
Anteil an Einnahmen, der für die Nutzung von Rechten gezahlt wird, etwa an Künstler:innen oder Urheber:innen.
Die wichtigsten Arten
Ein Überblick:
Wer zahlt wen
Streamingdienste zahlen den Master-Anteil an Vertrieb oder Label, die ihn an dich weitergeben. Für das Werk zahlen sie zusätzlich an Verwertungsgesellschaften oder Verlage. Radio und öffentliche Wiedergabe laufen in Deutschland über GEMA (Werk) und GVL (Leistungsschutz).
Warum Geld liegen bleibt
Wenn Werke nicht angemeldet, Mitwirkungen nicht gemeldet oder Metadaten falsch sind, können Einnahmen nicht zugeordnet werden. Das ist einer der häufigsten Gründe, warum Musiker:innen weniger bekommen, als ihnen zusteht.
- Urheberrechtsgesetz (UrhG) — §§ 15 ff., 73 ff., 85 f.
- GEMA und GVL — Informationen für Mitglieder bzw. Berechtigte